Vorsicht vor nicht seriösen Kursprognosen

In jüngster Vergangenheit laufen immer wieder Meldungen durch die Medien, die über nicht seriöse Praktiken berichten, unter denen Privatanleger leiden. Es geht um so genannte Penny Stocks und Prognosen hinsichtlich deren zukünftiger Kursentwicklung, die massenhaft an Anleger versandt werden. Ziel der Absender ist es, den Kurs künstlich in die Höhe zu treiben und so die eigenen Aktien, die vor dem Versand der Prognosen eingekauft wurden, zu deutlich höheren Kursen wieder zu veräußern. Arglose Privatanleger sind schon mehr als nur einmal auf einen solchen Trick herein gefallen. Hier soll kurz erläutert werden, was Penny Stocks eigentlich sind und woran gute Investmentchancen von schlechten Tricks zu unterscheiden sind.

Penny Stocks tragen ihren Namen, weil ihr Kurs in der Regel unter einem Euro oder einem Dollar notiert. Sie werden an der jeweiligen Börse nur recht selten gehandelt. Meist handelt es sich um Unternehmen der zweiten oder dritten Reihe, die nicht in einem Index notiert sind, der im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. Die täglich gehandelte Stückzahl liegt oft bei weniger als tausend Aktien, was im Hinblick auf den Kurs eines Penny Stocks einem Handelsvolumen von nur wenigen Hundert Euro entspricht. Folglich kann eine einzige Order über beispielsweise zweitausend Aktien den Kurs dramatisch nach oben treiben, weil der plötzlichen Nachfrage kein entsprechendes Angebot gegenübersteht.

Generell sollte der Anleger bei interessanten Berichten über Penny Stocks auf die fachliche Qualität des Beitrags sowie die Gründe für die positive Kursprognose achten. Entscheidet sich ein Investor dann tatsächlich zum Kauf eines Penny Stocks, sind einige wichtige Regeln zu beachten, damit das Geschäft nicht in den roten Zahlen endet.

So sollte eine Kauforder immer mit einem Limit versehen sein, das nicht wesentlich vom aktuellen Kurs abweicht. Dies ist enorm wichtig, weil es sonst passieren kann, dass durch die eigene Order der Kurs erheblich ansteigt. Ein anderer Inhaber der Aktie kann dies dann ausnutzen, um sich von seinem Bestand zu trennen. Daraufhin rutscht der Kurs dann wieder deutlich ab und der Anleger hat einen Verlust erlitten.