Profitabel parken

Viele Anleger haben im Zuge der Finanzmarktkrise in den letzten Woche und Monaten ihre Aktienbestände deutlich reduziert und halten nun hohe Cash Positionen. Vor dem Hintergrund eines mit vielen Unwägbarkeiten behafteten Marktumfeldes verwundert dies auch nicht. Sofern Investoren mit einem Andauern der Risiken rechnen, sollte eine Möglichkeit gesucht werden, die Barbestände im Depot profitabel unterzubringen, da auf den meisten Verrechnungskonten nur sehr niedrige Zinsen gewährt werden. Eine Möglichkeit dazu stellt ein Tagesgeldkonto dar. Die Einlagen auf einem solchen Konto unterliegen keiner Bindungsdauer, wie es etwa bei der Anlage in Festgeld der Fall ist. Vielmehr kann der Inhaber täglich über seine Einlagen verfügen, indem er sie auf das Referenzkonto, dass in der Regel das Girokonto bei der Hausbank ist, überweist.

Hinsichtlich der Rendite ist Tagesgeld allerdings durchaus mit einer Investition in Festgeld zu vergleichen. Rund vier bis fünf Prozent pro Jahr können leicht realisiert werden, so dass auch nach Steuern und Inflation noch eine attraktive Rendite übrig bleibt.
Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist nicht nur kostenlos, sondern auch denkbar einfach. Ein kurzer Antrag ist auszufüllen und beim nächsten Postamt ein Identitätscheck zu absolvieren. Da nicht wenige Kreditinstitute mittlerweile entsprechende Produkte anbieten, empfiehlt sich vor der Entscheidung für einen konkreten Anbieter  ein Tagesgeldkonto Vergleich. Diesen können Interessenten bequem im Internet auf zahlreichen Seiten durchführen und so den Anbieter mit den attraktivsten Konditionen ermitteln.

Durch den hohen Grad an Liquidität können auch diejenigen Anleger, die in absehbarer Zeit wieder in den Aktienmarkt einsteigen möchten, von der Anlage in Tagesgeld profitieren. Auch ein kompletter Wechsel der Bank kommt in Frage, denn zu dem Tagesgeldkonto wird nicht selten noch ein ebenso kostenfreies Wertpapierdepot eröffnet.
Tagesgeld stellt folglich eine attraktive Ergänzung zu anderen Anlageklassen dar und ist auch dazu geeignet, Teile der festverzinslichen Wertpapiere im Depot zu ersetzen. Interessenten sollten also nicht länger zögern, sondern die attraktiven Möglichkeiten in Anspruch nehmen.

Vorsicht vor nicht seriösen Kursprognosen

In jüngster Vergangenheit laufen immer wieder Meldungen durch die Medien, die über nicht seriöse Praktiken berichten, unter denen Privatanleger leiden. Es geht um so genannte Penny Stocks und Prognosen hinsichtlich deren zukünftiger Kursentwicklung, die massenhaft an Anleger versandt werden. Ziel der Absender ist es, den Kurs künstlich in die Höhe zu treiben und so die eigenen Aktien, die vor dem Versand der Prognosen eingekauft wurden, zu deutlich höheren Kursen wieder zu veräußern. Arglose Privatanleger sind schon mehr als nur einmal auf einen solchen Trick herein gefallen. Hier soll kurz erläutert werden, was Penny Stocks eigentlich sind und woran gute Investmentchancen von schlechten Tricks zu unterscheiden sind.

Penny Stocks tragen ihren Namen, weil ihr Kurs in der Regel unter einem Euro oder einem Dollar notiert. Sie werden an der jeweiligen Börse nur recht selten gehandelt. Meist handelt es sich um Unternehmen der zweiten oder dritten Reihe, die nicht in einem Index notiert sind, der im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. Die täglich gehandelte Stückzahl liegt oft bei weniger als tausend Aktien, was im Hinblick auf den Kurs eines Penny Stocks einem Handelsvolumen von nur wenigen Hundert Euro entspricht. Folglich kann eine einzige Order über beispielsweise zweitausend Aktien den Kurs dramatisch nach oben treiben, weil der plötzlichen Nachfrage kein entsprechendes Angebot gegenübersteht.

Generell sollte der Anleger bei interessanten Berichten über Penny Stocks auf die fachliche Qualität des Beitrags sowie die Gründe für die positive Kursprognose achten. Entscheidet sich ein Investor dann tatsächlich zum Kauf eines Penny Stocks, sind einige wichtige Regeln zu beachten, damit das Geschäft nicht in den roten Zahlen endet.

So sollte eine Kauforder immer mit einem Limit versehen sein, das nicht wesentlich vom aktuellen Kurs abweicht. Dies ist enorm wichtig, weil es sonst passieren kann, dass durch die eigene Order der Kurs erheblich ansteigt. Ein anderer Inhaber der Aktie kann dies dann ausnutzen, um sich von seinem Bestand zu trennen. Daraufhin rutscht der Kurs dann wieder deutlich ab und der Anleger hat einen Verlust erlitten.